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KI-Agentur/Case Study

Wenn das Stoßgeschäft zum Engpass wird: Wie wir für den Gasteiner Heilstollen die KI-Potentiale sichtbar gemacht haben

Andreas SchaubmaierAndreas Schaubmaier··5 min
Wenn das Stoßgeschäft zum Engpass wird: Wie wir für den Gasteiner Heilstollen die KI-Potentiale sichtbar gemacht haben

Die meisten KI-Projekte scheitern nicht an der Technologie. Sie scheitern daran, dass niemand vorher geklärt hat, wo KI überhaupt einen messbaren Unterschied macht. Erst wird ein Tool gekauft, dann sucht man den Use Case dazu. Das ist die falsche Reihenfolge.

Der Gasteiner Heilstollen ist es anders angegangen. Bevor über konkrete Lösungen gesprochen wurde, stand eine Frage im Raum: Wo genau im Betrieb lohnt sich der Einsatz von KI wirklich, und wo nicht? Genau dafür haben wir eine strukturierte KI-Prozessanalyse durchgeführt.

Das Ergebnis war kein weiteres Tool. Es war Klarheit: ein vollständiges technisches Konzept mit priorisierten Use-Cases und einer Wirtschaftlichkeitsrechnung, die zeigt, welche Investition sich rechnet und welche nicht.

Die Ausgangslage: Wenn alles gleichzeitig kommt

Der Gasteiner Heilstollen ist ein Kur- und Gesundheitsbetrieb mit einem getakteten Geschäft. Alle zwei Stunden gibt es eine Einfahrt in den Stollen. Und genau das ist die Herausforderung: Das Geschäft läuft nicht gleichmäßig, es kommt in Wellen.

Vor jeder Einfahrt kommen viele Gäste gleichzeitig ins Haus. Genau in diesen Fenstern entstehen Engpässe. Nicht weil die Prozesse grundsätzlich schlecht sind, sondern weil dieselbe Mannschaft, die zwischen den Einfahrten gut aufgestellt ist, im Ansturm an ihre Kapazitätsgrenze kommt. Anfragen und Betreuung häufen sich schlagartig, die Abläufe rund um die Gästeverwaltung werden zum Flaschenhals, und die Zeit fehlt genau dann, wenn sie am wichtigsten wäre.

Das Problem ist nicht die durchschnittliche Auslastung. Das Problem sind die immer gleichen Fenster, in denen alles gleichzeitig passiert.

Die entscheidende Frage war also nicht "Wie automatisieren wir alles?", sondern "Wo genau tut die Last am meisten weh, und lässt sich das mit KI sinnvoll abfedern?".

Der Ansatz: Erst verstehen, dann bauen

Statt mit einer fertigen Lösung anzukommen, haben wir mit einem Workshop begonnen. Direkt mit den Menschen, die die Prozesse jeden Tag leben.

In diesem Workshop haben wir gemeinsam mit den beteiligten Personen die relevanten Abläufe aufgenommen. Wer macht was, an welcher Stelle staut es sich, welche Aufgaben binden in Spitzenzeiten die meiste Zeit? Dieser Schritt ist unverzichtbar, weil die echten Engpässe selten dort liegen, wo man sie auf den ersten Blick vermutet.

Aus dieser Analyse haben sich klare Schwerpunkte herauskristallisiert. Die größten Potentiale lagen in den Bereichen Kommunikation und Gästeverwaltung, also genau dort, wo der getaktete Ansturm vor jeder Einfahrt die stärkste Last erzeugt.

Das Ergebnis: Ein technisches und wirtschaftliches Konzept

Das Ergebnis der Prozessanalyse war ein vollständiges Konzept. Kein Prototyp, keine Demo, sondern eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Es besteht aus zwei Teilen.

1. Ein technisches Konzept mit konkreten Use-Cases. Wir haben die identifizierten Potentiale in den Bereichen Kommunikation und Gästeverwaltung in konkrete, umsetzbare KI-Use-Cases übersetzt. Für jeden davon ist beschrieben, was er leistet, wie er technisch funktioniert und wie er sich in die bestehende Arbeitsweise einfügt. Priorisiert nach Aufwand und Wirkung, damit klar ist, womit man startet.

2. Ein wirtschaftliches Konzept. Zu jedem Use Case gehört eine Einschätzung des wirtschaftlichen Nutzens. Was kostet die Umsetzung, welche Zeitersparnis oder Entlastung steht dem gegenüber, und ab wann rechnet sich die Investition? So wird aus einem "das könnte man mal machen" eine fundierte Ja-oder-Nein-Entscheidung.

Am Ende steht keine KI-Wunschliste, sondern eine Rechnung. Welcher Use Case bringt wie viel, und was kostet er.

Damit hat der Gasteiner Heilstollen etwas in der Hand, das die meisten Betriebe zu diesem Zeitpunkt nicht haben: eine klare, priorisierte Roadmap, die zeigt, wo sich der Einstieg in KI lohnt und in welcher Reihenfolge man vorgehen sollte.

Warum die Analyse vor der Umsetzung kommt

Es ist verlockend, direkt in die Umsetzung zu springen. Ein Chatbot hier, eine Automatisierung da. Das Problem: Ohne saubere Analyse investiert man oft an der falschen Stelle und wundert sich später, warum der Effekt ausbleibt.

Die KI-Prozessanalyse dreht diese Reihenfolge um. Zuerst wird verstanden, wo der echte Engpass liegt. Dann wird bewertet, welche Lösung sich wirtschaftlich trägt. Und erst dann wird gebaut.

Für den Gasteiner Heilstollen bedeutet das: Wenn die Umsetzung startet, startet sie mit einem Use Case, von dem alle Beteiligten wissen, dass er sich rechnet. Kein Blindflug, keine verlorene Investition.

Was dieses Projekt zeigt

Das Projekt mit dem Gasteiner Heilstollen ist ein gutes Beispiel dafür, dass der wertvollste erste Schritt in Richtung KI oft nicht die Technologie ist, sondern die Klarheit darüber, wo sie eingesetzt werden soll.

Der Schlüssel war der Workshop mit den Menschen vor Ort und die ehrliche Bewertung, welche Use-Cases sich wirklich lohnen. Nicht jede denkbare KI-Anwendung ist auch eine sinnvolle. Genau diese Unterscheidung liefert eine gute Prozessanalyse.

Das ist unser Ansatz bei Soneo AI. Wir bauen keine KI-Demos. Wir schaffen zuerst Klarheit, wo KI im Alltag unserer Kunden tatsächlich einen Unterschied macht, und setzen dann genau dort an.

Ihr habt einen Betrieb, der in Spitzenzeiten an die Kapazitätsgrenze kommt? Wir schauen uns eure Prozesse an und sagen euch ehrlich, wo KI hilft und wo nicht. Unverbindlich, ohne Buzzwords.

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FAQ

Was ist eine KI-Prozessanalyse?

Eine KI-Prozessanalyse untersucht die konkreten Abläufe in einem Unternehmen und identifiziert, an welchen Stellen der Einsatz von KI einen messbaren Nutzen bringt. Das Ergebnis ist ein priorisiertes Konzept mit konkreten Use-Cases und einer Wirtschaftlichkeitsrechnung, statt eines vorschnell gekauften Tools ohne passenden Anwendungsfall.

Warum lohnt sich eine Prozessanalyse vor der KI-Umsetzung?

Weil die meisten KI-Projekte nicht an der Technologie scheitern, sondern daran, dass an der falschen Stelle investiert wird. Eine vorgelagerte Analyse stellt sicher, dass die Umsetzung mit einem Use Case startet, der sich nachweislich rechnet. Das spart Zeit, Budget und verhindert Fehlinvestitionen.

Wie läuft ein KI-Workshop bei Soneo AI ab?

Im Workshop nehmen wir gemeinsam mit den Personen, die die Prozesse täglich bearbeiten, die relevanten Abläufe auf. Wir identifizieren, wo Engpässe entstehen und welche Aufgaben die meiste Zeit binden. Auf dieser Basis leiten wir konkrete KI-Potentiale ab und bewerten sie nach Aufwand und Wirkung.

Was beinhaltet das technische und wirtschaftliche Konzept?

Das technische Konzept beschreibt konkrete, umsetzbare KI-Use-Cases inklusive Funktionsweise und Integration in die bestehende Arbeitsweise. Das wirtschaftliche Konzept ergänzt jeden Use Case um eine Nutzenbewertung: Umsetzungskosten, erwartete Entlastung und der Zeitpunkt, ab dem sich die Investition rechnet.

Eignet sich KI auch für Betriebe mit getaktetem Stoßgeschäft?

Gerade dort ist das Potential oft am größten. In Betrieben mit wiederkehrenden Ansturm-Fenstern entstehen genau dann Engpässe, wenn dieselbe Mannschaft plötzlich ein Vielfaches an Anfragen bewältigen muss. Weil diese Spitzen vorhersehbar und immer gleich getaktet sind, lassen sie sich mit KI in Bereichen wie Kommunikation und Verwaltung besonders gut abfedern, ohne dauerhaft Personal aufzubauen.

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